Wohnen an der Denickestraße Hamburg-Harburg

Wohnen an der Denickestraße Hamburg-Harburg

1. Preis

Auf einem gen Süden exponierten Grundstück mit einer für Hamburg ungewöhnlich deutlichen Neigung entsteht in den nächsten Jahren ein Wohngebiet mit 326 größtenteils öffentlich geförderten Wohneinheiten. In einem Wettbewerb wurden grundlegende Fragen zur Architketur und zur Erschließung und Gestaltung geklärt.
Das Areal liegt an einer ruhigen Straße mit Blick auf eine zwar eingezäunte aber ansonsten naturnah gestaltete kommunale Regenwasserretentionsfläche mit Wiesen- und Seggenflächen und großen Bäumen.
Aus den ca. 10 m Gefälle von Nordost nach Südwest ergeben sich für den Freiraum spannende Gestaltungsspielräume und Zwänge.

Die sich mit ihren Eingängen der Denickestraße zuwendenden Häuser am Fuß der Siedlung, wie auch die Häuser am Nordrand des Grundstückes verbinden die einzelnen Häuser mit dem Areal und beleben durch die Begegnungen der Bewohner den Straßenraum.
Durch die Anordnung der PKW – Stellplätze in Tiefgaragen und den Einsatz von Unterflursystemen für die Müllsammlung kann der begrenzte Freiraum zwischen den Gebäuden zu Spielhöfen und Begegnungsräumen gestaltet werden.
Die wenigen zu erhaltenden Bäume auf dem Spielplatz des im Norden angeordneten Hofes bestimmen hier das Bild. Im Schatten der großen Bäume laden Schaukeln Jung und Junggebliebene zum Spiel und die sich in die Böschung legende Sandlandschaft bietet den Kleinsten Raum. Ein in Waage gelegtes Kleinspielfeld wendet sich an Kids und Teens.
Über eine an das Haus gelegte lange Rampe gelangt man behindertengerecht auf einen von allen Seiten von Häusern gesäumten Hof in der mittleren Ebene. Dieser wendet sich vor allem an die Kinder mittleren Alters und lädt gleichzeitig die Bewohner der auch für Senioren geeigneten Häuser zum Verweilen ein.
Von dem durch Grün geprägten Hof gibt es Anbindungen der Häuser an der Denickestraße in Form von kleinen Brücken und Stegen.
Während die Bewohner der drei westlichen Gebäude jeweils auf einer unteren Ebene aus dem Gebäude in den hinteren Hof treten, werden die Anwohner aus den drei östlichen Häusern auf einer leicht erhöhten mittleren Ebene auf den Hof geführt.
So kann der von West nach Ost zunehmende Höhenunterschied elegant überspielt werden.

Ausloberin: SAGA GWG
Architekt: RHW Architekten
Bearbeitung: 2013