Neubau einer Stadtteilschule und eines Wohngebiets in Kirchwerder

Neubau einer Stadtteilschule und eines Wohngebiets in Kirchwerder

1.Preis

Das am Rande von Kirchwerder gelegene Wettbewerbsgebiet bildet den Übergang von Straßendorf zur angrenzenden Feldflur. Der städtebauliche Entwurf vermittelt mit seinen Elementen einer kleinteiligen Wohnsiedlung und einem neuen Schulkomplex zwischen der Offenheit der Feldflur und dem dörflichen Charakter des Ortes Kirchwerder.

Wohnhöfe mit intimen, gemeinschaftlich nutzbaren Innenhöfen, die für generationenübergreifendes Wohnen geeignet sind, grenzen an den linearen Anger der neuen Siedlung. In Anlehnung an die für das Gebiet allgegenwärtigen schmalen Flurstücke in unterschiedlichster Größe und Breite entsteht hier ein Freiraum, der durch einen zentralen Wasserlauf bespielt wird und dabei das Nützliche mit dem ästhetisch ansprechenden kombiniert. Er holt die Landschaft in die Siedlung.
Dagegen sind zwischen Anger und Feld zwei Gebäudetypologien eingespannt, die auf wenig Raum viel Qualität bieten. Durch die Einbeziehung des Angers im Norden und der Feldflur im Süden bieten die Grundstücke trotz geringer Fläche jungen Familien ideale Voraussetzungen für ein hochwertiges Wohnen mit großer Freiraumqualität.

Der im Süden des Gebietes angeordnete Schulkomplex fügt sich trotz seines großen Volumens vergleichsweise zurückhaltend in die Siedlungsstruktur ein. Der Gebäudekörper gliedert mit seinen unterschiedlich langen Schenkeln den Freiraum in differenziert zu nutzende Bereiche. Auf diese Weise ergeben sich ein Vorplatz der das Sehen und Gesehen werden an der Hauptanbindung der Schule ermöglicht; ein großzügiger, ruhiger Mensahof mit Schatten spendenden Bäumen, und einen Bereich, der mit Kleinspielfeldern für den Schulsport genutzt werden kann.

Es sind in dem wenig befahrenen Wohngebiet gleichberechtigte Mischverkehrsflächen für Fußgänger, Radfahrer und PKW ohne Höhenversatz vorgesehen. Spielen auf den Straßen ist ausdrücklich erwünscht. Ganz bewusst wird die Erschließung der Wohnhöfe an den Anger gelegt. Die wenig befahrene von Bäumen gesäumte Straße dient als langgestreckter Platz ebenso dem Aufenthalt und ist Teil der öffentlichen Grünanlage.

Auslober: Freie und Hansesadt Hamburg
Architekt: DFZ Architekten GmbH, HH
Bearbeitung 2015